Gesetzliche Pflegeversicherung: Was man hierzu wissen muss?

Beginnen wir sofort mit den Fakten: Im Lauf eines Lebens werden zwei von drei Frauen pflegebedürftig. Bei den Männern ist es sogar jeder zweite. Die Pflegedauer beträgt sechs bis sieben Jahren. Die gesetzliche Pflege­versicherung über­nimmt im Falle eines Falles nur einen Teil der Kosten für die Unterstüt­zung durch ehren­amtlich Pflegende wie Familien­mitglieder oder auch Pflegefach­kräfte. 

Hier die drei wichtigsten Fakten zur gesetzlichen Pflegeversicherung:

Beitragssatz.
Jeder der gesetzlich oder privat kranken­versichert ist, ist auto­matisch in der sozialen Pflege­versicherung versichert. Der gesetzlich fest­gelegte monatliche Beitrag liegt bei 3,05 Prozent des Brutto­einkommens für gesetzlich Versicherte mit Kindern und 3,3 Prozent für Kinder­lose (Stand 2019). Arbeit­geber über­nehmen die Hälfte der Beiträge.

Leistung auf Antrag.
Jeder, der länger als sechs Monate auf Unterstüt­zung im Alltag angewiesen ist, erhält Leistungen aus der Pflege­versicherung. Notwendig ist ein Antrag auf Pflege­leistungen bei der Krankenkasse für gesetzlich Versicherte oder der Kranken­versicherung für privat Versicherte.

Pfle­gegrade.
Im Pflege­gut­achten wird fest­gelegt, wie viel Hilfebedarf ein Mensch hat und wird in einen Pfle­gegrad einge­stuft. Der Pflegegrad bestimmt, welche Leistung in welcher Höhe er erhält.