GKV & Eigenanteile: Lohnen sich Zusatzversicherungen?

Ambulante Zusatzversicherung

Die gesetzliche Krankenversicherung deckt viele medizinisch notwendige Leistungen ab, aber bei weitem nicht alle. Warum Versicherte jedes Jahr Milliarden Euro selbst zahlen – und ab wann sich Zusatzversicherungen lohnen.

Die gesetzliche Krankenversicherung in Deutschland trägt die medizinische Grundversorgung für Millionen – unter dem Maßstab, dass Leistungen „ausreichend, zweckmäßig und wirtschaftlich“ sein müssen. Das ist im „Wirtschaftlichkeitsgebot“ (§ 12 SGB V) per Gesetz definiert.

Im Alltag wird das vor allem in Eigenanteilen sichtbar: Versicherte tragen jährlich vier bis fünf Milliarden Euro an gesetzlich geregelten Zuzahlungen, etwa für Medikamente, Heilmittel oder Krankenhausaufenthalte.

Noch höher sind die privat getragenen Kosten für Leistungen, die gar nicht oder nur teilweise übernommen werden: Wer sich für eine über die Grundversorgung hinausgehende Behandlung entscheidet – für höherwertigen Zahnersatz über den Festzuschuss hinaus, für Sehhilfen, bestimmte Therapien oder zusätzliche Leistungen im Krankenhaus – trägt die Kosten selbst. In Summe sind das über 60 Milliarden Euro an privaten Gesundheitsausgaben.

Die Versorgungslücken, die regelmäßig im normalen Behandlungsalltag entstehen, können Zusatzversicherungen gezielt schließen: für Zahnersatz, stationäre Leistungen oder die freie Wahl von Heil- oder Hilfsmitteln.

Entscheidend ist dabei das Verhältnis zwischen Beitrag und Kosten: Eine Zusatzversicherung lohnt sich in der Regel dann, wenn regelmäßig Leistungen genutzt werden, die über die Grundversorgung hinausgehen oder höhere Einmalbelastungen vermieden werden sollen.

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