Wer haftet für einen Einbruch ohne Einbruchspuren?

Private Rechtsschutzversicherung

Ob der Haustürschlüssel unter der Fußmatte liegt oder das Signal eines digitalen Autoschlüssels abgefangen wird: Kriminelle haben viele Möglichkeiten, ohne sichtbare Schäden in Haus oder Auto einzubrechen. Aber erkennt die Versicherung einen Einbruch ohne Einbruchspuren an?

Der grundsätzliche Umstand eines Einbruchs ist in der Regel über eine Versicherung gedeckt, die die große Mehrheit der Deutschen abgeschlossen hat: die Hausratversicherung. Zur Absicherung gehören neben dem Verlust von Wertgegenständen auch Beschädigungen am Eigentum.

Einbrüche ohne sichtbare Spuren stellen Versicherungen jedoch regelmäßig vor eine Herausforderung – und damit die Geschädigten: Die Beweislast liegt beim Versicherten! Ohne konkrete Beweise entsteht nicht zwingend eine Leistungspflicht, die Versicherung zahlt nicht.

Der beste Schutz, und zwar im doppelten Sinne, ist Prävention: Moderne Sicherungstechnik, zum Beispiel Kameras, werden von Versicherungen anerkannt und können einen Einbruch belegen, selbst wenn keine physischen Einbruchspuren vorliegen.

Aber Achtung: Diebstahl ist nicht gleich Diebstahl, Police ist nicht gleich Police. Trickdiebstahl ist regelmäßig nicht versichert, Fahrlässigkeit ebenso nicht. Bei Einbruch durch eine offengelassene Terrassentür oder Diebstahl aus einem nicht abgeschlossenen Auto haftet die Versicherung nur, wenn der „Verzicht auf Einrede bei grober Fahrlässigkeit“ in der Versicherungspolice definiert ist – und Sie den Diebstahl beweisen können.

Gerne beantworte ich weitere Fragen und berate ich Sie zur rechtlichen Absicherung!