Vom Blitz getroffen: Wie Überspannungs-Schäden reguliert werden

Versicherung und Absicherung gegen Überspannungsschäden

Gewitter verursachen jedes Jahr Schäden in Millionenhöhe – und zwar auch ohne direkten Blitzeinschlag. Welche Versicherung greift, wenn Fernseher, Wärmepumpen oder Gebäudetechnik wegen Überspannung ausfallen?

Rund 220.000 Blitz- und Überspannungsschäden zählt die GDV, der Gesamtverband der deutschen Versicherer, für 2024 – und eine ausgezahlte Schadensumme von 350 Millionen Euro, so hoch wie seit mehr als 20 Jahren nicht. Doch ein Großteil der Schäden entsteht gar nicht durch einen direkten Blitzeinschlag.

Bereits ein Einschlag in der Nachbarschaft oder in eine Stromleitung kann ausreichen, um Überspannungen im Stromnetz auszulösen. Gerade weil moderne Haushalte genauso wie energieeffiziente Gebäude auf immer mehr (Elektro-)Technik bauen, steigt auch die Schadenhöhe kontinuierlich an.

Die gute Nachricht: Überspannungsschäden können versichert werden. Bei Defekten an beweglichen Gegenständen, zum Beispiel Laptops, Fernsehern oder Kühlschränken, ist grundsätzlich die Hausratversicherung zuständig. Schäden an fest mit dem Gebäude verbundenen Anlagen, etwa an Heizungssteuerungen, Wärmepumpen, Photovoltaikanlagen oder elektrischen Installationen, fallen in den Bereich der Wohngebäudeversicherung.

Die schlechte Nachricht: Überspannungsschäden sind nicht automatisch mitversichert. Während moderne Tarife entsprechende Risiken häufig einschließen, finden sich in älteren Policen oft Einschränkungen. Wer in den vergangenen Jahren in Photovoltaik, Wärmepumpen, Smart-Home-Systeme oder andere technische Anlagen investiert hat, sollte deshalb prüfen, ob der Versicherungsschutz noch zur tatsächlichen Ausstattung des Hauses passt.

Gerne prüfe ich, wie Überspannungsschäden in Ihren Versicherungen gedeckt sind.