
Hitzewellen werden häufiger und dauern länger an – und bringen für Unternehmen manches Risiko: Kühlketten reißen, Server überhitzen und technische Anlagen fallen aus. Können hitzebedingte Schäden versichert werden?
Nicht nur für Menschen, sondern auch für Technik gilt: Arbeit und Hitze gehen nicht immer gut zusammen. Steigen die Temperaturen über längere Zeit deutlich an, können Klima- und Kühlanlagen genauso wie Server, IT und andere technische Infrastruktur an ihre Belastungsgrenzen stoßen.
Fallen sie aus, kommt nicht nur der Mensch ins Schwitzen: Verdorbene Waren im Handel und in der Gastronomie, unterbrochene Kühlketten bei Medikamenten oder das Not-Aus von Servern und IT können die Folge sein – und für Betriebsausfälle und Umsatzeinbußen sorgen.
Hitzebedingte Schäden sind grundsätzlich versicherbar, allerdings je nach Art des Schadens unterschiedlich:
- Defekte Technik kann über eine Elektronikversicherung abgedeckt sein.
- Finanzielle Folgen eines Betriebsausfalls können oft über eine Betriebsunterbrechungsversicherung reguliert werden.
- Die Kosten für Kühlgut oder verderbliche Waren, die entsorgt und ersetzt werden müssen, können über spezielle Inhalts- oder Sachversicherungen versichert werden.
Wichtig außerdem: Unternehmen sind in der Beweispflicht, dass ein Schaden von einem versicherten Ereignis ausgeht. Schäden durch mangelnde Wartung oder technischen Verschleiß sind grundsätzlich nicht versicherbar.
Prävention ist also entscheidend: Sowohl, was die Versicherung möglicher Risiken angeht, als auch was die Dokumentation angeht – zum Beispiel durch automatische Temperaturprotokolle, Wartungsverträge und Kontrollen.
Mit steigenden Temperaturen verändern sich auch die Risiken für Unternehmen. Wer auf Kühlung, IT oder empfindliche Technik angewiesen ist, sollte deshalb prüfen, ob der bestehende Versicherungsschutz zur tatsächlichen Risikosituation passt.
Gerne prüfe ich, wie Ihr Unternehmen bei hitzebedingten Schäden versichert ist.